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Tod von Jeffrey Epstein: US-Justizministerium versetzt Gefängnisdirektor und beurlaubt zwei Wärter

Nach dem mutmaßlichen Suizid von Jeffrey Epsteins in seiner New Yorker Gefängniszelle gibt es erste Konsequenzen: Der verantwortliche Anstaltsdirektor wurde versetzt, zwei Wachen beurlaubt. Auch Donald Trump äußerte sich erneut zu dem Fall.

2008 stand Jeffrey Epstein in Florida vor Gericht, kam aber mit einer kleinen Strafe davon.

2008 stand Jeffrey Epstein in Florida vor Gericht, kam aber mit einer kleinen Strafe davon.

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Das US-Justizministerium zieht aus dem Tod des US-Unternehmers Jeffrey Epstein in einer New Yorker Gefängniszelle Konsequenzen. Der Direktor der Haftanstalt sei auf Veranlassung von Minister William Barr während der laufenden Untersuchungen versetzt worden. Zudem wurden die beiden Wachen, die mit der Aufsicht Epsteins in dessen Todesnacht betraut waren, beurlaubt, weil sie im Dienst geschlafen hätten. Die Wärter stünden unter Verdacht, ihren Arbeitsbericht gefälscht zu haben, um ihr fatales Versäumnis zu verschleiern, heißt es außerdem in der US-Zeitung.Dem 66-Jährigen wurde sexueller Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen.

US-Justizminister Barr beklagt "Unregelmäßigkeiten"

Der in elitären Kreisen bestens vernetzte Geschäftsmann Epstein soll sich in dem New Yorker Gefängnis umgebracht haben. Er wurde dort von Mitarbeitern der Haftanstalt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde er schließlich für tot erklärt. US-Justizminister Barr hatte "schwere Unregelmäßigkeiten" in der Haftanstalt beklagt und eine gründliche Untersuchung des Falles angekündigt.

New York: Inhaftierter Milliardär Epstein tot aufgefunden

Nach Medienberichten hielten die Wachen nicht die vorgeschriebenen Richtlinien ein, alle 30 Minuten nach dem 66-Jährigen zu schauen. Auch habe der schwerreiche Ex-Investmentbanker trotz eines offenbar vorangegangenen Suizidversuchs nur kurz unter besonderer Beobachtung wegen möglicher Wiederholungsgefahr gestanden.

Epstein und die Promis

Die Staatsanwaltschaft in New York warf Epstein vor, Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht zu haben. Der Geschäftsmann habe zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring aufgebaut, hieß es in der Anklageschrift. US-Medien spekulieren, dass ein Prozess weitere Prominente schwer belastet hätte. Epstein zeigte sich gerne öffentlich mit Stars und hatte unter anderem - zumindest zeitweise - Kontakte zum heutigen Präsidenten Donald Trump, Ex-Präsident Bill Clinton und Prinz Andrew aus Großbritannien.

Unterdessen spielte US-Präsident Donald Trump eine Twitter-Nachricht mit einer Verschwörungstheorie zum Tod von Jeffrey Epstein herunter, die er weiterverbreitet hatte. Trump hatte am Samstagabend eine Nachricht retweetet, die den demokratischen Ex-Präsidenten Bill

Clinton in die Nähe von Epsteins Tod rückt. Trump sagte dazu vor Journalisten, es habe sich um den Tweet eines "hoch angesehenen konservativen Experten" gehandelt. "Das war ein Retweet, das war nicht von mir, das war von ihm", fügte er hinzu. Auf die Frage, ob er wirklich glaube, dass die Clintons in den Tod von Epstein involviert seien, sagte Trump: "Ich habe keine Ahnung."

Razzia auf den Jungferninseln

Zuletzt hatte die US-Bundespolizei FBI nach Medienberichten das Anwesen des Unternehmers auf den Amerikanischen Jungferninseln durchsucht. Der "Miami Herald" berichtete, es sei die erste Durchsuchung auf Epsteins Privatinsel Little St. James gewesen.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

nik/DPA